Deutsch

Schülerzeitunglayout
Der FOX-Kurs Deutsch beschäftigte sich im ersten Halbjahr des Schuljahrs 2015/2016 mit dem Thema Schülerzeitung, im zweiten Halbjahr ging es um eine klassische Lektüre.

Schülerzeitung
Die FOX-Teilnehmer/innen gründeten für ein halbes Jahr eine Schülerzeitungsredaktion. Zunächst wurden Ideen rund um Inhalte, Adressaten etc. gesammelt. Im nächsten Schritt lernten die Schüler/innen Theoretisches zum Thema Zeitung – zum Beispiel wodurch die Textsorten Zeitungsbericht und Reportage gekennzeichnet sind. Die weitere Arbeit in der Redaktion drehte sich rund um das Recherchieren der „News“ und der weiteren Informationen, die für die zukünftige Leserschaft der Schülerzeitung interessant sein könnten. Dazu gehörten auch Interviews mit Lehrern und Umfragen unter den Schülern der Schule im Alsterland. Umfragen wurden ausgewertet, Zeitungsberichte geschrieben und editiert, ein Deckblatt mit den Schlagzeilen und das Layout der Zeitung entworfen. Heraus kam eine tolle Schülerzeitung mit viel Interessantem rund um Schule, Berufe und vieles mehr!
Am „Tag der offenen Tür“ im Februar 2016 präsentierte sich der FOX-Kurs Sülfeld mit seiner Schülerzeitung und verkaufte diese sogar. Ein gelungenes Projekt, dessen Zeitung am Ende für viel Unterhaltung sorgte!

Im Rahmen der Schülerzeitung: Workshop „Mobile Medienakademie – Medien machen“ (Jugendpresse Deutschland e.V.)
Neun Teilnehmer/innen des Deutsch FOX-Kurses Schülerzeitung aus den Jahrgängen 9 und 10 nahmen am 07.11.2016 an einem ganztägigen Workshop der Jugendpresse Deutschland e.V. teil.

Ziel des Workshops war, dass die Schüler/innen erfahren, wie die konkrete Arbeit an ihrer eigenen Schülerzeitung aussieht.

Teamerin Claudia Hammermüller ließ die Schüler/innen in einem Zeitungsbasar verschiedene Schülerzeitungen untersuchen, die von Schulen bei der Jugendpresse Deutschland e.V. eingereicht und teilweise in einem Schülerzeitungswettbewerb ausgezeichnet wurden.

Die Teilnehmer/innen lernten den Zeitungsaufbau kennen. Sie entschieden sich auch für einen Namen und ein Format für ihre Schülerzeitung. In ihrer eigenen Redaktion legten sie fest, welche Ressorts die Schülerzeitung haben soll, wie viele Seiten diese jeweils einnehmen sollen und wer für welches Ressort zuständig ist.

Wie eine Zeitung entsteht, erfuhren die Schüler/innen anhand eines Videoclips der Stuttgarter Zeitung. Außerdem informierte Claudia Hammermüller über Recherche und Darstellungsformen, Layout und Aufgaben(verteilung) in einer Schülerzeitungsredaktion.

In der abschließenden Feedbackrunde äußerten sich die Schüler/innen rundum positiv zum Workshop-Tag und konnten feststellen, dass sie nicht nur einiges über Schülerzeitungen erfahren hatten, sondern dass sie nun genau wissen, wie sich die Weiterarbeit gestaltet.

Mit Hochdruck arbeitet der FOX-Kurs nun an seiner ersten Ausgabe, um sie Mitschülerinnen und Mitschülern, zukünftigen Fünftklässler/innen, Lehrerinnen und Lehrern und Eltern am Tag der offenen Tür im Februar 2017 in die Hände drücken zu können!

Weitere Informationen unter:
Mobile Medienakademie der Jugendpresse Deutschland e.V.:
http://www.schuelerzeitung.de/unterstuetzung-und-service/mobile-medienakademie/ (08.11.2016)
und http://www.jugendpresse.de/workshops-und-seminare/mobile-medienakademie/ (08.11.2016)
Flyer der Mobilen Medienakademie:
http://www.jugendpresse.de/fileadmin/extern/jugendpresse/images/MobAk-Flyer_2012_BUND_01.pdf (08.11.2016)
Videoclip: „Wie entsteht die Stuttgarter Zeitung? Ein Animationsfilm für Kinder“: https://www.youtube.com/watch?v=E3yVhspV4lU (08.11.2016)

DerzebrochneKrug
Klassische Lektüre
Im zweiten Halbjahr ging es um ein neues Thema: eine klassische Lektüre – nämlich Der zerbrochne Krug von Heinrich von Kleist – sollte gelesen und eine eigene Idee dazu in die Tat umgesetzt werden! Zu Beginn des Halbjahres machten sich die FOX-Teilnehmer/innen mit der Lektüre vertraut, lasen das Lustspiel, das wie eine Komödie daher kommt, und setzten sich mit dem Inhalt auseinander, indem sie ein Lesetagebuch führten, einzelne Szenen als Rollenspiele inszenierten und sich über diese austauschten. Schnell wurde klar, dass der Text ganz schön anspruchsvoll war und man Ausdauer an den Tag legen musste, um den Inhalt zu begreifen. Nach vielen unterschiedlichen Ideen für ein passendes Projekt mit der Lektüre – vom Hörspiel über das Drehen eines eigenes Films bis hin zur Umsetzung in Form eines Theaterstücks – fiel die Wahl auf das Umschreiben der Originalfassung von Heinrich von Kleist in ein Buch, das man auch verstehen kann, wenn man kein studierter Literat ist. Die Schüler/innen schrieben die 13 Auftritte von Der zerbrochne Krug ins Hochdeutsche (mit teilweise umgangssprachlichen Zügen) um. Am Ende des Kurses hielten die Schüler/innen ihre eigene Ausgabe dieser anspruchsvollen klassischen Lektüre in den Händen! Die Szenen waren nun verändert und zu sehen war auch ein neues selbstentworfenes Deckblatt, das die Gerichtsverhandlung zeigte. Die Schüler/innen hatten in diesem Halbjahr die Möglichkeit, sich einer klassischen Lektüre auf selbstbestimmte Art und Weise zu nähern und ein Projekt umzusetzen. Und noch dazu hatten sie viel Spaß dabei! Was wohl Heinrich von Kleist zu unserer Version des Kruges gesagt hätte?!

00323043z
Und darum ging es in „Der zerbrochne Krug“ (1811) von Heinrich von Kleist:
„In dem niederländischen Dorf Huisum erscheint der Gerichtsrat Walter mit dem Auftrag, die Justiz auf dem Land zu prüfen und zu verbessern. Der Dorfrichter Adam befindet sich jedoch an diesem Morgen in einem schlechten Zustand, er ist verletzt und hat seine Perücke verloren. Unter Walters Aufsicht leitet er einen Prozess, in dem es um einen zerbrochenen Krug geht. Frau Marthe Rull beschuldigt Ruprecht, den Verlobten ihrer Tochter Eve, den Krug bei einem nächtlichen Besuch in Eves Zimmer zertrümmert zu haben. Ruprecht jedoch behauptet, ein anderer Mann sei bei Eve gewesen, und beschimpft diese als Hure. Eve jedoch schweigt zu den Vorgängen. Der Richter indessen hat offenbar etwas zu verbergen und ist bemüht, den Prozess so schnell wie möglich abzuschließen. Als eine neue Zeugin, Frau Brigitte, mit einer Perücke erscheint, gerät nun Adam in Verdacht, der Täter zu sein. Der Gerichtsschreiber Licht, der selber gerne Dorfrichter werden will, verrät Adam, indem er dessen widersprüchliche Geschichten über den Verlust seiner Perücke offenlegt. Als Adam dann Ruprecht als Täter verurteilt, bricht Eve ihr Schweigen und beschuldigt den Richter, dieser sei selber der Täter. Adam flieht aus dem Gericht. Eve erzählt, Adam habe sie mit einem Attest erpresst, das Ruprecht vom Militärdienst befreien sollte, und sie in der Nacht besucht. Sie habe befürchtet, dass Ruprecht nach Ostindien muss. Walter bestreitet, dass die Armee nach Asien verschickt werde, und will Ruprecht, falls doch, vom Militärdienst freikaufen. Adam wird als Dorfrichter suspendiert und Licht als sein Nachfolger eingesetzt.“ (Quelle: Jürgens, Dirk (2014): Heinrich von Kleist. Der zerbrochne Krug. Königs Erläuterungen. Bd. 30. 2. Auflage. Bange Verlag GmbH: Hollfeld. S. 7.)

Bildquelle: http://bilder.buecher.de/produkte/00/00323/00323043z.jpg (17.06.2016) Quelle der Unterrichtslektüre: Von Kleist, Heinrich (2013): Der zerbrochne Krug. Ein Lustspiel. 33. Hamburger Leseheft. Hamburger Lesehefte Verlag: Husum/Nordsee.