Pädagogisches Konzept

Zwei Schulen machen sich auf den Weg!

Inhaltsverzeichnis des pädagogischen Konzepts

1 Präambel
2 Die Schulsituation im Amt Itzstedt
3 Die Leitlinie der Gemeinschaftsschule im Amt Itzstedt
3.1 Fördern und Fordern durch individuelle Lernplanung
3.1.1 Binnendifferenzierung
3.1.2 Äußere Differenzierung
3.1.3 Arbeitsmethoden und Lerntechniken
3.1.4 Leistungsbewertung
3.2 Individuelle Bildungswege
3.2.1 Berufsorientierung
3.2.2 Lebensbewältigung
3.3 Werte vorleben und vermitteln
4 Organisation der Schule
4.1 Unterricht in Fächern und Lernbereichen
4.2 Umsetzung der Kontingentstundentafel
5 Eine Schule an zwei Standorten
6 Schlussbemerkung

Auszüge aus dem pädagogischen Konzept

2 – Die Schulsituation im Amt Itzstedt
Das Amt Itzstedt im Kreis Segeberg besteht aus mehreren kleinen Gemeinden im so genannten „Speckgürtel“ des Hamburger Umlandes, die gern als Wohnortgemeinden im Grünen gewählt werden, deren junge Bewohner ein umfassendes Bildungsangebot im Sekundarstufenbereich erwarten. Zur Zeit unterhalten 3 Schulträger an 4 Standorten folgende Schulen:

Schulverband Nahe (Gemeinden Itzstedt, Kayhude und Nahe)

  • Nahe, Grund- und Hauptschule Nahe

Schulverband Seth – Sülfeld

  • Sülfeld, Schule am Bestetal (Hauptschule und Offene Ganztagsschule)
  • Seth, Grundschule Seth

Gemeinde Oering

  • Oering, Grundschule Oering

Ab Sommer 2007 – Gemeinde Tangstedt (Kreis Stormarn), strebt im Rahmen der Verwaltungsreform einen Zusammenschluss mit der Amtsverwaltung Itzstedt an.

  • Tangstedt, Grundschule Tangstedt

Die Möglichkeit, den Mittleren Schulabschluss oder das Abitur zu erlangen, besteht für die Schülerinnen und Schüler nur in 15 – 20 km Entfernung.

Deshalb existiert schon seit vielen Jahren der dringende Wunsch der politischen Gremien, den Schülerinnen und Schülern im Amtsbereich mindestens den Mittleren Schulabschluss anbieten zu können.
Die ersten Initiativen hatten das Ziel, eine Realschule einzurichten, doch konnte man sich nicht über einen Standort einigen.
Nach der Kommunalwahl 2003 gab es sowohl im Schulverband Nahe als auch im Schulverband Seth – Sülfeld Bestrebungen, einen Realschulzweig an die bestehenden Hauptschulen anzugliedern. Es wurde aber schnell klar, dass keiner der Standorte allein die notwendige Schülerzahl erreichen könnte. So wurde von den Schulverbänden und den Kollegien einhellig ein Zusammengehen beschlossen. In dieser Situation wurde die Errichtung einer Gemeinschaftsschule von allen Beteiligten als einzig mögliche Schulform erachtet.
Nach verschiedenen Beratungen mit Vertretern des Kreises Segeberg, mit den Schulräten des Kreises Segeberg und mit Vertretern des Bildungsministeriums wurde für das Amt Itzstedt die Gründung einer Gemeinschaftsschule – eine Schule an zwei Standorten – beantragt.

1.1 – Schulstandorte
Die GHS Nahe entstand in der heutigen Form durch einen Zusammenschluss der bis dahin eigenständigen Schulen der Gemeinden Itzstedt, Kayhude und Nahe.
Im Jahre 1969 wurde ein Schulverband bestehend aus den drei Gemeinden gegründet, um den räumlichen und materiellen Anforderungen an einen modernen Unterricht genügen zu können. Mit der Fertigstellung des Schulgebäudes im Jahre 1971 waren die Grundlagen für Fachunterricht in den Fächern Physik/Chemie, Kunst, Musik, Technik, Textillehre, Haushaltslehre und Sport in gut ausgestatteten Räumen gelegt worden. Der bis dahin übliche jahrgangsübergreifende Unterricht gehörte nun der Vergangenheit an. Die Schule wurde auf einem großzügigen Außengelände gebaut, das für Sport, Umwelterziehung und spätere Schulerweiterungen genügend Raum ließ. Im Jahre 1976 wurde die Rönneschule als Förderschule für das Amt Itzstedt auf dem gleichen Gelände errichtet. Seit dieser Zeit gibt es eine enge Zusammenarbeit im pädagogischen Alltag, die seit dem Jahr 1988 durch die vollständige integrative Beschulung aller Förderschülerinnen und -schüler in Klassen der Grund- und Hauptschule geleistet wird.
Durch die Lage der drei Schulverbandsgemeinden an der Bundesstraße 432 mit einer guten Busanbindung nach Bad Segeberg und Norderstedt (U-Bahnanschluss) hat sich auch ein Wandel der Dörfer, die früher stark durch die Landwirtschaft geprägt waren, ergeben. Heute gibt es in jeder der Gemeinden zahlreiche Neubaugebiete, deren Bewohner in Norderstedt oder Hamburg arbeiten. Zugleich bemühen sich die Gemeinden um die Ansiedlung von Gewerbebetrieben, um auch Arbeitsplätze vor Ort schaffen zu können.
Aktuell besuchen 393 Schülerinnen und Schüler die Naher Schule; sie werden in 12 Grundschulklassen und 6 Hauptschulklassen unterrichtet. Diese Arbeit wird im Augenblick von 25 Lehrkräften geleistet. Seit Jahren engagiert sich das Kollegium auch für die Ausbildung junger Lehrkräfte. Entsprechend der neuen Ausbildungsordnung haben sich 5 Ausbildungslehrkräfte qualifiziert.
Im Januar 2002 konnten wir unseren Schulerweiterungsbau in Betrieb nehmen, so dass unsere Schule jetzt über das Raumprogramm für eine dreizügige Grund- und eine einzügige Hauptschule verfügt. Zusätzlich wurde die Bücherei der Gemeinden Nahe und Itzstedt in die Schule integriert, von der deutliche Impulse für Unterricht und kulturelles Leben ausgehen.
Zum 1. August 2007 ist die Genehmigung für die offene Ganztagsschule erteilt worden. Ein umfangreiches Bauprogramm wurde verabschiedet, um Schülerinnen und Schülern sowohl eine Mensa als auch weitere Räume für den musisch – künstlerischen Bereich bieten zu können. Die vorbereitenden Kontakte mit den örtlichen Vereinen aber auch mit Eltern, die Kurse anbieten wollen, sind vielversprechend verlaufen, so dass im kommenden Schuljahr mit einem vielfältigen Angebot gerechnet werden kann, das an drei Nachmittagen die schulische Bildung des Vormittags ergänzt.

Die Schule am Bestetal liegt in Sülfeld ( Kreis Segeberg) im Dreieck Bad Oldesloe – Bad Segeberg – Norderstedt. Das Dorf hat zur Zeit ca. 3300 Einwohner/innen.
Schon 1668 gab es die erste Schule in Sülfeld. Nach einer wechselvollen Geschichte im Laufe der Jahrhunderte wurde 1913 die Sülfelder Volksschule mit drei Klassenräumen eingerichtet. Dieses alte, schöne Schulgebäude wird noch heute von der Schule und der Gemeinde genutzt. 1967 wurde der Neubau der Dörfergemeinschaftsschule mit fünf Klassenräumen eingeweiht. Seit 1972 ist die ehemalige Sülfelder Volksschule eine reine Hauptschule für Schülerinnen und Schüler aus den Dörfern Sülfeld, Borstel, Tönningstedt, Oering und Seth. Die Grundschülerinnen und Grundschüler werden in Seth und Oering unterrichtet.
Im Jahre 2004 wurde der Antrag für die Einrichtung einer Offenen Ganztagsschule gestellt. Mit den Mitteln der Initiative „Zukunft Bildung und Betreuung“ (IZBB) der Bundesregierung wurde der Erweiterungsbau der Schule mit drei Klassenräumen, einer Bibliothek und einem großzügigen Eingangsbereich errichtet, eine Sporthallentrennung eingebaut und die Mensa im Jugendhaus auf dem Gelände der Schule eingerichtet.
Die Umwandlung der Schule in eine Offene Ganztagsschule begann im August 2005 unter dem Motto „Lernen und Betreuen von Kindern und Jugendlichen im ländlichen Raum durch Kooperation“. An drei Tagen der Woche werden am Nachmittag Angebote vorgehalten. Die Kooperation mit der Jugendarbeit der Gemeinde und der Kirche ist Teil des Pädagogischen Konzeptes. Seit Beginn werden die Angebote von mehr als 50% der Schülerschaft genutzt.
Die 1-2 zügige Hauptschule wird zur Zeit von 143 Schülerinnen und Schülern besucht, regelmäßig werden Kinder integrativ beschult.
Die geringe Größe wird von der sehr engagierten Lehrerschaft und von den Eltern als Chance für eine sehr persönlich geprägte Pädagogik gesehen.
In den Jahren 2004 bis 2006 wurde mit Hilfe des Vereins KiWi e.V. der Schulhof von Eltern, Schülerinnen und Schülern und Lehrkräften naturnah umgestaltet.

2 – Leitlinie der Gemeinschaftsschule im Amt Itzstedt
Die Gemeinschaftsschule im Amt Itzstedt will den in den Grundschulen gepflegten Grundsatz, dass Kinder unterschiedlicher Begabungen gemeinsam lernen, aufgreifen und weiterführen.
Unsere Leitlinie lautet daher: LÄNGER GEMEINSAM LERNEN
Kinder aller Leistungsstufen werden ab dem 5. Schuljahr gemeinsam an den Standorten in Nahe und Sülfeld beschult. Die Beschulung von Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf wird nach den Bedingungen des Schulgesetzes ermöglicht.
Die beiden Kollegien haben bereits in unterschiedlichen Feldern zusammengearbeitet: Konzeption gemeinsamer Leistungsnachweise für den Hauptschulabschluss, Parallelarbeiten, gemeinsameSportveranstaltungen, Qualitätssicherung in der Hauptschule, Konzept der Offenen Ganztagsschule.
Die pädagogischen Grundüberzeugungen beider Kollegien ähneln sich, was an Beispielen der Schulprogramme abzulesen ist.

Aus den Schulprogrammen:

GHS NAHE – SCHULE AM BESTETAL, SÜLFELD
Wir wollen das Lernen lernen und lehren, indem wir …
Lerntechniken vermitteln, 
Werte vorstellen und vorleben und Selbstreflexion üben

Wir wollen uns gegenseitig fördern und fordern. Wir arbeiten zusammen, helfen uns und unterstützen uns.

Freude am Lernen
Wir wollen den Schüler/-innen Freude am Lernen vermitteln, die Leistungsbereitschaft fördern und lebenslanges Lernen initiieren.

Gutes Schulklima
Wir legen Wert auf ein gutes Schulklima, das geprägt ist von Freundlichkeit, Respekt und Toleranz.

Soziales Lernen
Das Grundprinzip für die schulische Arbeit ist soziales Lernen.

So ist mit einer vertrauensvollen und innovativen Zusammenarbeit beider Kollegien zu rechnen. In der Vorbereitung der Gemeinschaftsschule haben sich folgende Ziele ergeben:
Wir wollen…

  • bewährte Grundsätze beibehalten
  • gelungene Konzepte austauschen
  • neue Lernkonzepte erarbeiten.

3.1 – Fördern und Fordern durch individuelle Lernplanung (Förderkonzept)
Der Klassenverband bleibt in der gesamten Schulzeit erhalten.
Durch das gemeinsame Lernen können Schülerinnen und Schüler voneinander lernen und sich gegenseitig fördern.
Wir wollen den Unterschiedlichkeiten gerecht werden, die vielfältigen Begabungen fördern und jeden Einzelnen befähigen, den bestmöglichen Schulabschluss zu erzielen.
Am Beginn der Entwicklung in Klassenstufe 5 erfolgt durch verschiedene Diagnoseverfahren eine Einschätzung der Kompetenzen in den Kernbereichen Lesen, Schreiben, Rechnen.
In den ersten Wochen der Klasse 5 steht die Vermittlung von Arbeitsmethoden und Lerntechniken/-strategien im Vordergrund, damit sich die Schülerinnen und Schüler in klar umrissenen Bereichen einen Zuwachs an Kompetenz erarbeiten können. Im Verlauf eines Halbjahres finden individuelle Lernentwicklungsgespräche statt, auf die sich Eltern, Schülerinnen und Schüler sowie ihre Lehrkräfte mit gezielten Fragestellungen vorbereiten.
Auf dieser Basis werden pädagogische, didaktische und methodische Maßnahmen innerhalb des Unterrichts im heterogenen Klassenverband entwickelt, die auch in die Erstellung von individuellen Lernplänen münden, mit denen wir bereits in der Vergangenheit gute Erfahrungen gemacht haben.
Für die Umsetzung dieses Förderkonzeptes nutzen wir unsere bereits intensive Elternarbeit mit Elternabenden, fachbezogenen Informationsabenden und vielfältigen individuellen Beratungen.

3.1.1 – Binnendifferenzierung
Die innere Differenzierung erfolgt

  • qualitativ: Aufgaben variieren nach dem Schwierigkeitsgrad. Die Differenzierung in der Schwierigkeit kann von diesen Fragen ausgehen:

Wie geht es?
Wie wende ich es an?
Warum ist es so?

Dabei ist die Fähigkeit zur Grunderkenntnis, zur praktischen Anwendung, zum Transfer und zum erforschenden Lernen berücksichtigt. Der letzte Aspekt soll insbesondere Schülerinnen und Schüler mit hohem kognitivem Anspruchsniveau ansprechen.

  • quantitativ: Ein zusätzliches Lernangebot wird bereitgestellt.
  • thematisch: Schülerinnen und Schüler wählen bei Langzeitaufgaben oder im Rahmen von Vorhabentagen Themen je nach Interesse und Leistungsvermögen. Ab Klasse 7 können sie sich im Rahmen der individuellen Schwerpunktbildung für Wahlpflichtfächer unterschiedlicher Bereiche entscheiden.
  • in den Methoden: Die verschiedenen Lernkanäle werden durch unterschiedliche Methoden angesprochen.
  • in den Sozialformen
  • Bei der Binnendifferenzierung gibt es verschiedene Möglichkeiten des Lernarrangements:

Arbeit an Stationen
Werkstattunterricht
Lernbuffet
Wochenplan
Langzeitaufgaben

Eine verpflichtende Unterrichtseinheit je Jahrgangsstufe mit unterschiedlichen Differenzierungsstufen geht ein in das an der Schule schrittweise zu entwickelnde Curriculum. Dies ist zugleich ein Arbeitsfeld für die schulinterne Fortbildung der Lehrkräfte.
In den Jahrgangsstufen 5/6 wird grundsätzlich binnendifferenziert. Eine individuelle Förderung findet je nach Stundenzuweisung in kleineren Gruppen statt.
Ab Jahrgangsstufe 7 wird den Schülerinnen und Schülern durch Außendifferenzierung eine individuelle Schwerpunktbildung durch die Wahl eines 4-stündigen Wahlpflichtfaches ermöglicht, das den Bereichen Fremdsprachen, Arbeit, Wirtschaft, Verbraucherbildung oder Ästhetische Bildung entstammt.
Ab Jahrgangsstufe 9 tritt ein zweites (2-stündiges) Wahlpflichtfach hinzu (vgl. Tabelle Schulorganisation).

3.1.2 – Äußere Differenzierung
Eine äußere qualitative Differenzierung in den Fächern Deutsch, Mathematik, Englisch Naturwissenschaften, Gesellschaftswissenschaften kann projektorientiert und themenbezogen, modulartig erfolgen.

3.1.3 – Arbeitsmethoden und Lerntechniken
Durch das Vermitteln von Arbeitsmethoden und Lerntechniken/-strategien soll jede Schülerin und jeder Schüler zu individuellen optimalen Arbeitsweisen finden.
Methodenkompetenz und Lerntechniken sollen regelmäßig vermittelt werden und kontinuierlich angewendet werden. Vorrangiges Ziel ist, jeden Schüler und jede Schülerin zum selbstständigen Lernen zu befähigen.
Dazu gehören:

  • Zeitplanung
  • Projektplanung
  • Präsentieren
  • Mind-Mapping
  • Informationsbeschaffung

Durch vielfältige Angebote, die verschiedene Lernkanäle ansprechen, sollen Begabungen von Schülerinnen und Schülern wahrgenommen werden. Wo eine besondere Stärke erkannt wird, soll sie benannt und gefördert werden.
An Projekttagen sollen Themen vertiefend angeboten werden, die sonst im Schulalltag nur wenig Raum finden. Schülerinnen und Schüler können nicht fachgebundene Langzeitaufgaben übernehmen.

3.1.4 – Leistungsbewertung
Die Beurteilungsbereiche sind in der Gemeinschaftsschulordnung ausführlich beschrieben. Darüber hinaus streben wir die Erstellung von praktischen und theoretischen Langzeitaufgaben an.

a. Leistungsnachweise werden in Form von Kompetenzrastern bewertet. Dabei geben in der Regel vier Kategorien im Ankreuzverfahren Auskunft über den erreichten Leistungsstand.
b. In den Zeugnissen werden bis einschließlich Klasse 7 die Sach-, Methoden-, Sozial- und Selbstkompetenz in For von Kompetenzrastern im Ankreuzverfahren beurteilt. Wortlaut und Umfang liegen der Schulkonferenz jeweils zur Abstimmung vor. Ab Klasse 8 wird die Sachkompetenz in Ziffern 1 bis 6 benannt, die weiteren Kompetenzen werden weiterhin in Kompetenzrastern abzulesen sein.
c. Der Schwerpunkt des ersten Zeugnisses der Klassenstufe 5 liegt auf der Methoden-, Sozial- und Selbstkompetenz es enthält nur eine sehr kurze Beurteilung der Sachkompetenz. Zusätzlich wird ein verbindliches Elterngespräch zur Lernentwicklung geführt.

3.2 – Individuelle Bildungswege
Die vielfältigen Begabungen unserer Schülerinnen und Schüler geben vor, dass unterschiedliche Abschlüsse erreicht werden. Auf dem Weg dorthin, durchlaufen die Kinder und Jugendlichen viele gemeinsame Lernfelder, die sie sich wiederum entsprechend ihrer Begabung und ihres Interesses erschließen.

3.2.1 – Lebensbewältigung
Die Lebenswelt der Kinder und Jugendlichen hat sich in den letzten Jahren in vielfältiger Weise verändert, worauf wir als Schule reagieren müssen, damit die jungen Menschen die Anforderungen des Lebens eigenverantwortlich bewältigen können. Für Unterrichtsprojekte und begleitende Betreuung unserer Schülerinnen und Schüler werden wir die bereits vorhandenen Kontakte und Konzepte in den Bereichen

  • Gewalt- und Suchtprävention
  • Schlichterausbildung
  • Zusammenarbeit mit der Jugendschutzbeauftragten, der Polizei, dem Jugendamt
  • Zusammenarbeit mit dem Jugendzentrum, der Kirche, der Volkshochschule
  • Angebote von pro familia und Schuldnerberatung nutzen und weiterentwickeln.

3.2.2 – Berufsorientierung
Berufsorientierung zieht sich durch die gesamte Schulzeit. Wir legen Wert darauf, dass die Themen altersgemäß vermittelt werden. Ein Kind muss Kind bleiben können und Jugendliche müssen zunehmend lernen, Verantwortung für ihren beruflichen und schulischen Werdegang zu übernehmen. Dabei wird es für Schülerinnen und Schüler die mit dem Hauptschulabschluss oder dem Mittleren Schulabschluss die Gemeinschaftsschule verlassen vor allem um die Berufsfindung gehen.
Der Übergang der Schülerinnen und Schüler in das System der beruflichen Bildung und in die Arbeitswelt soll durch unterrichtliche Begleitung möglichst reibungslos verlaufen.

Die Schülerinnen und Schüler, die auf die gymnasiale Oberstufe wechseln, werden die Angebote für ihre Berufsorientierung nutzen.

Die Bandbreite reicht von der Erkundung eines landwirtschaftlichen Betriebes bis zu den mehrtägigen Praktika. Folgende Module sollen im Berufswahlunterricht enthalten sein:

  • Der Berufsberater stellt sich vor
  • Besuch im Berufsinformationszentrum (BIZ)
  • Schnuppertag im Betrieb
  • Besuch einer Berufsinformationsmesse
  • mehrtägige Betriebspraktika mit sorgfältiger Vor- und Nachbereitung
  • Betriebserkundung
  • Bewerbungstraining

– Lebenslauf
– Bewerbungsschreiben
– Rollenspiele

  • Info-Woche zum Thema Berufsfindung (Vorhabenwoche)
  • Monatliche Sprechstunden des Berufsberaters der Agentur für Arbeit.

3.2.3 – Lebenslanges Lernen
Die in 3.1.3 beschriebenen Arbeitsmethoden und Lerntechniken sollen auf das lebenslange Lernen vorbereiten. Die Grundtechniken werden allen Schülern gemeinsam vermittelt, wobei sich durch die Erstellung individueller Lernpläne im Laufe der Schulzeit unterschiedliche Ausprägungen ergeben werden, die den Schülerinnen und Schülern im Rahmen der Berufsausbildung oder in der gymnasialen Oberstufe nützen werden.

3.2.4 – Übergang in die gymnasiale Oberstufe
Es wird die Zusammenarbeit mit den Schulen gesucht, die in der Region eine gymnasiale Oberstufe anbieten. Traditionell sind das die Theodor-Mommsen-Schule und die IGS in Bad Oldesloe, die Dahlmannschule in Bad Segeberg, das Lise-Meitner-Gymnasium und die IGS Lütjenmoor in Norderstedt. Zu einigen dieser Schulen bestehen bereits Kontakte. Wir streben dabei eine möglichst enge Zusammenarbeit mit den oben genannten Schulen an, damit die Schüler auf die weiteren Anforderungen vorbereitet werden. Denkbar sind: Austausch von Leistungsnachweisen, Hospitationen und Teilnahme an Stufenkonferenzen.