Wahlpflichtunterricht

Mein viertes Hauptfach wähle ich einfach selbst

Der Wahlpflichtunterricht an unserer Schule ist in zwei Phasen eingeteilt. Die Schülerinnen und Schüler wählen vor ihrem Übergang in den 7. Jahrgang aus vier Wahlpflichtfächern, an denen sie bis Ende der Jahrgangsstufe 9 bzw. 10 zusammen mit Mitschülerinnen und -schülern der Parallelklassen teilnehmen. Der Unterricht in den WPU I-Kursen wird pro Woche dreistündig erteilt. Er findet klassen- und gelegentlich auch standortübergreifend in zumeist kleineren Lerngruppen statt. Wer anstrebt, nach dem 10.Jahrgang in eine Oberstufe zu wechseln, muss das gewählte Fach vier Jahre durchgängig besucht haben

Im 9. Jahrgang wählen die Schülerinnen und Schüler innerhalb der ersten zwei Schulwochen nach den Sommerferien ihren ersten WPU II-Kurs. Je nach Schulabgang der Jugendlichen wählen sie einen bis drei weitere WPU II-Kurse, die im Abschlusszeugnis aufgeführt sind. Die jeweiligen WPU II-Kurse werden pro Halbjahr einstündig erteilt und zusammen mit anderen Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 9 und 10 durchgeführt. Hierbei handelt es sich um jahrgangsübergreifende Kurse.
 

WPU I

Unsere Fachlehrkräfte vermitteln drei bzw. vier Jahre lang Inhalte der nachfolgenden Fächer, wodurch die Kinder ihr Wissen in dem gewählten Profil vertiefen.

Darstellendes Spiel

„Darstellendes Spiel bietet sich für Kreative an, die Freude und Interesse haben im Team zu arbeiten.“
– Bettina Bieritz, Fachschaftsleitung Darstellendes Spiel

Das Fach hat viele praktische Anteile und verschiedene Schwerpunkte, in denen sich die Schülerinnen und Schüler versuchen können.

Regelmäßige Auftritte und Theaterbesuche sind Pflicht und Kür. Die Inhalte reichen von Maskenbau über Choreografien bis zu selbstgeschriebenen Texten und Stücken.

In der Theorie werden Themen wie: antikes Theater, Oper, Musical, bekannte Regisseure, Geschichte des Kinos, Theaterberufe oder Kostümhistorie behandelt.

Wer über seinen Schatten springen will, bereit ist sich auf Abenteuer einzulassen und selbstständig arbeiten will, der kann sich in diesem Fach „austoben“.

Französisch

„Neben Englisch ist auch Französisch eine Weltsprache, die wir mit Herz vermitteln.“
– Kathrin Stolten-Krüger, Fachschaftsleitung Französisch

Wir arbeiten mit dem Lehrwerk „Tous ensemble“ vom Klett-Verlag, ergänzt durch weitere Materialien, wie aktuelle Texte, Lieder, Filme oder Lektüren. Das Lehrwerk lässt uns anhand authentischer Inhalte am Leben junger Franzosen, zunächst in Paris, und dann auch in anderen Regionen Frankreichs teilhaben und gibt uns so Gelegenheit, die eigene und die fremde Lebenswirklichkeit und Kultur vergleichend zu erkunden.

Im Vordergrund steht dabei die kommunikative Kompetenz. Wir hören, lesen und sprechen viel, Letzteres z.B. in Partnerdialogen oder Rollenspielen, wir frühstücken à la française, aber wir schreiben auch, z.B. E-Mails, Postkarten, Kurzbewerbungen oder wir erstellen einen kleinen Bildroman.
Interessierte Schülerinnen und Schüler finden zu jeder Lektion Übungen, die gezielt auf DELF (Diplôme d’études en langue français) hinarbeiten, ein französisches Sprachzertifikat, das extern erworben werden kann.

Ende des des 8. Jahrgangs, also zur „Halbzeit“, vertiefen wir unsere Kenntnisse vor Ort, in Paris und Versailles. Wir fahren bisher mit dem Bus, der uns dann auch während unseres Aufenthalts zur Verfügung steht. Die Schülerinnen und Schüler wohnen in französischen Gastfamilien in Versailles und Umgebung. Dort haben sie Gelegenheit, den französischen Familienalltag kennen zu lernen und ihre Sprachkenntnisse zu erproben und zu vertiefen. Tagsüber fahren wir nach Paris und besichtigen all die Sehenswürdigkeiten, die uns bereits in unserem ersten Lehrwerksband begegnet sind: Louvre, Tour Eiffel, Notre Dame, Montmartre, Sacré-Coeur, Place du Tertre, Centre Pompidou, Champs-Elysées und einen Tag widmen wir uns ausschließlich der Stadt Versailles, ihrem grandiosen Schloss und den Gärten.

Technik

„Vor 3 Mio. Jahren begann der Australopithecus aufrecht zu gehen. Gleichzeitig benutzte er als erster Steinwerkzeuge. Das macht aus dem Menschen in erster Linie einen Techniker.“
– Sven Haack, Fachschaftsleitung Technik

Technikunterricht findet aufgrund von sicherheitsrelevanten Bestimmungen klassen- und gelegentlich auch standortübergreifend in zumeist kleineren Lerngruppen bis zu maximal 15 Schülerinnen und Schülern statt.

An beiden Standorten stehen der Fachschaft Technik eine Vielzahl an Werkzeugen und Maschinen zur Verfügung, deren Umgang und Verwendung die Schülerinnen und Schüler über die Jahre erlernen. Ab dem ersten Jahr des Technikunterrichts wird den Jugendlichen die Bearbeitung von Holz, später Metall und Kunststoffen vermittelt. Zeitweise erhalten sie Unterweisungen im Bereich Elektrotechnik und in den höheren Jahrgängen zu den Themen Elektronik, Steuerung- und Regelungstechnik, CAD-Programmierungen mit räumlicher Modellierung und Programmierungen von Mikrocontrollern.

Pro Halbjahr werden ausgehend von theoretischen Inhalten Klassenarbeiten und Tests geschrieben. Weiterhin gehören Qualitätsanalysen technischer Prozesse, das De- und Remontieren von Produkten und auch Betriebsbesichtigungen zum Technikunterricht an der Schule im Alsterland.

Die Schülerinnen und Schüler fahren im Jahrgang 8 auf eine einwöchige Exkursion, wie bspw. die Autostadt Wolfsburg, um sich dort an einem außerschulischen Lernort weiterzubilden.

Wirtschaftslehre

„Wirtschaft zu Zeiten der Globalisierung betrifft auch die Schülerinnen und Schüler vor Ort.“
– Fachschaftsleitung Wirtschaftslehre

Welche grundsätzlichen Ziele wollen wir in WSL erreichen?

Das Wahlpflichtfach Wirtschaftslehre bereitet unsere Schüler/innen auf

  • die Berufswelt,
  • die Arbeitswelt und
  • die Lebenswelt

 

Inhalte und Themen im Wirtschaftslehreunterricht

Nach den Vorgaben des Lehrplans wählen wir die inhaltlichen Schwerpunkte möglichst so aus, dass die Schüler/Innen einen direkten Bezug zu ihrer momentanen Lebenswelt herstellen können.

Sie sollen zu kritischen Konsumenten erzogen werden, die sich in dem immer größer werdenden Angebot an Waren und Dienstleistungen zurechtfinden und hier überlegte Entscheidungen treffen sollen. Ganz konkret kann das z.B. bedeuten, zwischen verschiedenen Handyverträgen zu wählen, die Vertragsbedingungen richtig zu verstehen und auch das Kleingedrucktezu lesen. Gleichzeitig erfahren sie, wie und wann ein Kaufvertrag zustande kommt, ab wann man überhaupt geschäftsfähig ist und welche Rechte man als Verbraucher(in)bei Reklamationen und beim Warenumtausch hat. Die Schülerinnen und Schüler setzen sich außerdem mit den Mechanismen der Werbung auseinander und wenden diese selbst beim Entwerfen eigener Werbung an.

Im Bereich Verbraucherschutz lernen die Schülerinnen und Schüler Möglichkeiten kennen, wie und wo man sich als Verbraucher/In informieren und beraten lassen kann, z.B. bei den Verbraucherzentralen oder durch entsprechende Fachzeitschriften wie „Stiftung Warentest“. Gleichzeitig erkennen sie auch Kriterien für derartige Produktprüfungen, schauen hinter die Kulissen und erfahren durch eigene Tests an Produkten, wie vielschichtig diese sein müssen und wie bestimmte Prüfverfahren funktionieren. Ein immer wichtiger werdender Punkt ist außerdem der verantwor-tungsvolle Umgang mit Geld, heute noch das Taschengeld, später dann das erste eigene Einkommen. Das Thema Schuldenprävention nimmt in Anbetracht einer steigenden Verschuldung besonders bei jungen Menschen einen wichtigen Stellenwert ein.

Ein weiterer Schwerpunkt ist das Thema Geld und Banken. Ausgehend von der Entwicklung des Geldes erfahren die Schüler/Innen etwas über die vielseitigen Aufgaben einer Bank und lernen nebenbei das Berufsbild des Bankkaufmanns bzw. der Bankkauffrau kennen. Die Schülerinnen und Schüler lernen außerdem den Unterschied zwischen einem Spar- und Girokonto kennen, erfahren die Möglichkeiten des Zahlungsverkehrs und verschiedener Geldanlagen.

Dabei nehmen wir im 9. oder 10. Jahrgang am Börsenspiel teil, in dem die Schülerinnen und Schüler unter realistischen Bedingungen (aber ohne Risiko) ausprobieren können, wie man durch Aktien reich werden, das Geld aber auch ganz schnell verlieren könnte.

Natürlich beschäftigen wir uns im Unterricht ebenfalls mit den grundlegenden Wirtschaftstheorien, dem Einfluss der Konsumenten und Produzenten auf die Wirtschaftsprozesse und die Mechanismen der Preisentwicklung auf dem Markt. Unternehmerisches und wirtschaftliches Handeln setzt immer ein gewisses Maß an Theorie voraus. Doch wir versuchen grundsätzlich auch, durch das Planen und Umsetzen eigener Verkaufstätigkeiten die gelernten Inhalte möglichst anschaulich werden zu lassen. Was ist der Unterschied zwischen Umsatz und Gewinn? Welche Möglichkeiten habe ich als Unternehmer, meinen Gewinn zu steigern? Hier lernen die Schülerinnen und Schüler in der Praxis, wie sich ein geplanter Einkauf, eine angemessene Werbung und ein gut kalkulierter Preis auf den wirtschaftlichen Erfolg auswirken.

In den höheren Jahrgängen 9. und 10. bleibt dieser praxisbezogene Anspruch erhalten, hier müssen die Schülerinnen und Schüler aber auch noch tiefer in die Theorie einsteigen und sich mit verschiedenen Wirtschaftsmodellen, dem nachhaltigen Wirtschaften und der zunehmenden Globalisierung und ihren Auswirkungen auseinandersetzen, um wirtschaftliche Zusammenhänge erkennen und verstehen zu lernen.

Außerschulische Kooperationspartner

Unterstützt werden wir in dem Themenschwerpunkt „Geld und Banken“ seit vielen Jahren durch die gelungene Kooperation mit der Raiffeisenbank in Leezen. Es kommen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bank in die Schule und berichten „aus erster Hand“ über ihr Tätigkeitsfeld und die allgemeinen Aufgaben einer Bank. Darüber hinaus haben wir die Möglichkeit, die Bank auch hinter dem Kundentresen kennenzulernen und einen Blick in die verschiedenen Abteilungen zu werfen. Nach Jahrgängen und Themenschwerpunkten streben wir an, möglichst einmal jährlich diese Kooperation zu nutzen und in den Unterricht einzubinden.

Kursfahrt im 8. Jahrgang

Die Kursfahrt führt uns bzw. nach Hamburg oder Wolfsburg. Im Speziellen an den Hamburger Hafen oder das Volkswagen Werk. Dort werden wir neben Betriebserkundungen und dem Besuch verschiedener Museen und Einrichtungen besonders den Schwerpunkt „Wirtschaft im Hafen“ behandeln. Abendliche kulturelle Höhepunkte, wie z.B. der Besuch eines Musicals, dürfen dabei natürlich auch nicht fehlen.

Welche Bedeutung kann das WPF Wirtschaftslehre auch nach dem Abschluss für die Schülerinnen und Schüler haben?

Der Vorteil für die eigene, (nicht nur) wirtschaftlich reflektierte Lebensgestaltung in Alltag und Beruf ergibt sich zwangsläufig.

Wer darüber hinaus bis zum Ende der Schulzeit bei uns festgestellt hat, dass der Bereich Wirtschaft sie oder ihn besonders interessiert, kann das erworbene Grundwissen nutzen und es an einer Oberstufe der Berufsfachschulen in Segeberg oder Norderstedt in der Fachrichtung Wirtschaft vertiefen.

Auch für die Bewerbung in einem Betrieb ist der Nachweis des Wahlpflichtfaches Wirtschaft sicherlich ein positives Argument. Wirtschaftliche Grundkenntnisse sind in fast allen Ausbildungsberufen von Nutzen.

 

WPU II

In den vergangen Jahren wurden WPU II-Kurse mit verschiedenen Themen angeboten, die von Halbjahr zu Halbjahr wechseln können. Nachfolgend findet sich eine Liste mit beispielhaften WPU II-Kursen.

  • Core Fitness
  • Elektrizität
  • English Theatre – Snowy White
  • Filmanalyse
  • Hauswirtschaft
  • Informatik
  • Japan
  • Kunst im Wandel der Zeit
  • Kunst in Japan
  • Landtechnische Systeme
  • Möbel-Upcycling
  • Multimediale Gestaltung in Bild und Ton
  • Musicals
  • Philosophie
  • Programmieren
  • Sich fit halten
  • Speed Stacking
  • Theater
  • Theologische Überlegungen
  • Verantwortungsvoller Konsum
  • Weltanschauungen